Gärtnern ist eine der Lieblingsbeschäftigungen der Menschen in Deutschland und vielen anderen Ländern der Erde. Wer keinen Garten und keinen Balkon hat, der freut sich besonders über kleine Blumenkübel oder Blumentöpfe auf der Fensterbank. In nahezu jeder Wohnung lässt sich ein Platz für Blumen finden. Blumen verschaffen dem Zuhause einen besonders wohnlichen Touch. Doch wie finde ich die richtige Blumenerde? Dieser Frage sind wir in unserem Blumenerde Test nachgegangen. Wir stellen Ihnen wichtige Aspekte für die Auswahl der richtigen Produkte vor. Werden Sie zum Profi im Garten und starken Sie in eine „grüne und blühende Zukunft“.

Interessante Fakten zum Thema

• Universalblumenerde eignet sich für unterschiedliche Pflanzen.
• In der Blumenerde ist Dünger enthalten.
• Anzuchterde enthält weniger Dünger als Universalblumenerde.
• Orchideen benötigen spezielle Orchideenerde.
• Der Torfabbau schädigt die Umwelt.

Vergleichstabelle

Eine umfangreiche Produktvielfalt erwartet Sie

Wenn Sie einen Blumenerde kaufen möchten, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen unterschiedlichen Ausführungen. Nachfolgend ein Überblick:

Universalblumenerde

Universalblumenerde eignet sich für viele Anwendungsgebiete. Es handelt sich um Erde, mit Dünger versetzt ist und diesen Dünger kontinuierlich an die Umgebung abgibt. Sie können die Pflanzenerde mit Sand strecken, um den Wasserabfluss zu verbessern.


Anzuchterde

Anzucht- und Aussaaterden verfügen über eine geringe Düngerversorgung. Die jungen Pflanzen sind empfindlich, benötigen aber dennoch Dünger. Aus diesem Grund ist Anzuchterde fein abgestimmt. Da die Pflanzensamen durch Wasseransammlungen zerstört werden können, ist die Drainage bei Anzuchterde besonders gut. Die Empfindlichkeit der jungen Pflanzen beziehungsweise der Keimlinge begründet auch die Zugabe ausgesuchter Rohstoffe, die sich positiv auf die Pflanzengesundheit auswirken.


Rhododendrenerde

Es besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen Rhododendrenerde und herkömmlicher Erde: Der pH-Wert ist niedriger. Hintergrund ist der besondere Bedarf von Azaleen, Rhododendren und allgemeinen Moorbewohnern. Diese Pflanzen bevorzugen sauren Boden. Sie gedeihen in einem sauren Milieu besonders gut.


Orchideenerde

Um Orchideenerde herzustellen, verwenden die Produzenten Holzfasern, Borke und Pflanzenfasern. Ein geringer Anteil an Torf wird hinzugegeben. Die Konsistenz der Erde ist grob, nicht fein. Durch diese Eigenschaft fällt die Orchideenerde bereits auf den ersten Blick auf.

Graberde

Graberde wird auf Friedhöfen eingesetzt. Sie wird durch Ruß gezielt dunkel gefärbt. Es handelt sich somit um gefärbte Blumenerde. Jedoch sind auch nicht gefärbte Varianten erhältlich.



Spannende und hilfreiche Fakten rund um Blumenerde

Hinsichtlich der Kaufentscheidung und der sind einige Aspekte zu beachten. Welche Blumenerde ist empfehlenswert? Die folgenden Fakten und Tipps bieten Ihnen interessante Informationen rund um das Thema.


Was ist Pflanzenerde?

Blumenerde ist humusreiches Substrat. Es wird von Hobbygärtnern verwendet, um Blumen aber auch um Gemüse anzubauen. Die enthaltenen Inhaltsstoffe sollen ein schnelles und reichhaltiges Wachstum fördern. Im Fachhandel sind Fertigprodukte erhältlich. Ihre Anwendung ist unkompliziert und einfach. Wichtig ist, für jede Pflanze und alle Umstände das passende Produkt auszuwählen. Die jahrzehntelang gebräuchliche Alternativ, die Erde von Maulwurfhügel für das Anpflanzen zu verwenden, da die Erde besonders locker ist, ist heute aus Gründen des Tierschutzes nicht mehr zulässig. Die Maulwürfe dürfen nicht gestört werden, ihre Maulwurfhügel müssen intakt bleiben.

So ist Blumenerde zusammengesetzt

Blumenerde ist ein Gemisch aus unterschiedlichen Stoffen. Die Hauptbestandteile sind Torf, Kalk, Zuschlagstoffe und Düngemittel. In einigen Produkten sind Holzfasern, Borke, Kompost und Recycling-Materialien enthalten. Sind die Produkte als torffrei ausgewiesen, dann wurde der Torf durch alternative Produkte ersetzt. Die Hersteller entscheiden sich für die Entwicklung torffreier Produkte, da am Torfabbau umweltbezogene Bedenken bestehen. Der Torfabbau steht in der Kritik von Umweltschützern, sodass torffreie Blumenerde einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz liefert. Der Klassiker unter der Pflanzenerde ist die Universalblumenerde. Zusätzliche haben Sie die Wahl aus unterschiedlichen Spezialerde, die produktbezogene Vorteile und Einsatzgebiete haben. Je höher der Torfgehalt der Erde ist, desto größer ist oftmals der Mangel an Spurenelementen. Sie können diesen Mangel durch Zugabe von Urgesteinsmehl ausgleichen.

Warum ist es sinnvoll, auf Torf in der Pflanzenerde zu verzichten?

In den Mooren – wo der Torfabbau stattfindet – ist Kohlenstoff gespeichert. Addiert man die Leistung aller Moore zusammen, dann gelangt man zu dem Ergebnis, dass in den Mooren im vergleich zu allen Wäldern der Erde doppelt so viel Kohlenstoff gespeichert ist. Der Torfabbau ist mit der Freisetzung von Kohlenstoff verbunden. Jährlich werden im privaten Gartenbau etwa 2 Millionen Kubikmeter Torf ausgebracht. Es ist aktuell nicht möglich, durch die alternativen Zuschlagsstoffe den Torf in der Blumenerde vollständig in allen Situationen zu ersetzen. Jedoch lässt sich die verwendete Menge im privaten Gartenbaubereich deutlich senken, wenn so viel wie möglich auf Torf verzichtet wird.

Das Strecken von Universalblumenerde

Es ist möglich, Universalblumenerde mit Sand zu strecken. Auf diese Weise erhalten Sie Kultursubstrate für trockenheitsliebende Pflanzen. Beispielsweise Sukkulenten und Kakteen freuen sich über eine solche Mischung. Verwenden Sie ein Mischverhältnis von 50:50, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Sande mit wenig bindenden Elementen eignen sich am besten für das Mischen. Ein weiterer Effekt, den sie durch das Mischen mit Sand erreichen, ist die Erhöhung der Fähigkeit des Abfließens des Wassers. Sie vermeiden, dass sich Wasseransammlungen in der Erde bilden, die zum Stocken respektive zum Schimmeln führen können.

Blumenerde kann auch für Zimmerpflanzen verwendet werden

Sie können Universalblumenerde für Zimmerpflanzen verwenden. Achten Sie jedoch darauf, ob die Pflanze besondere Anforderungen hat. Beispielsweise müssen Sie für Orchideen spezielle Orchideenerde verwenden. Andere Pflanzen wiederum benötigen eine Hydrokultur, um wachsen zu können. In diesem Punkt müssen Sie auf die Besonderheiten der Pflanzen achten. Viele der üblichen Zimmerpflanzen, wie Lilien und Rosen, können Sie problemlos auf Blumenerde anziehen. Spezielle Blumenerde für Zimmerpflanzen wird immer abhängig von den Anforderungen der Pflanzen angeboten. Wenn Sie Schimmel auf der Blumenerde entdecken, dann bedeutet dies, dass sich zu viel Wasser angesammelt hat. In diesem Fall müssen Sie die Blume umtopfen. Kontrollieren Sie die Wurzeln auf Beschädigungen. Sind die Wurzeln von Schimmel befallen, dann müssen Sie eventuell die Wurzeln kürzen oder Sie zunächst trockenlegen.

Blumenerde bestellen – so geht es

Wenn Sie Blumenerde bestellen, dann müssen Sie auf die Angaben hinsichtlich des Preises und des Volumens achten. Der Preis ist oftmals je Volumeneinheit angegeben. Volumeneinheiten sind unter anderem Liter und Kubikmeter. Ein Liter entspricht einem Kubikdezimeter. Ein Kubikdezimeter ist eine Quader, der die Seitenmaße 10 Zentimeter * 10 Zentimeter * 10 Zentimeter besitzt. Dementsprechend ist ein Kubikmeter ein Quader, der die Seitenmaße 1 Meter * 1 Meter * 1 Meter besitzt. 1.000 Liter ergeben ein Volumen von 1 Kubikmeter. Bedenken Sie beim Bestellen, dass Blumenerde ein relativ hohes Gewicht besitzt. 1 Kubikmeter Blumenerde wiegt zwischen 400 und 500 Kilogramm. Informieren Sie sich vor dem Bestellvorgang über die Lieferbedingungen. Im Allgemeinen erfolgt die Auslieferung aufgrund des hohen Gewichts über spezielle Lieferdienste oder den Anbieter selbst. Finden Sie heraus, welche Kosten für diese Lieferung veranschlagt werden und ob die Lieferung an Ihrem Wohnort möglich ist. Sollte es erforderlich sein, die Blumenerde selbst abzuholen oder möchten Sie die Blumenerde gerne selbst abholen, dann können Sie bei Baumärkten zumeist einen Anhänger ausleihen, mit dem Sie die Blumenerde transportieren können.

Blumenerde mit Vulkangestein

Blumenerde mit Vulkangestein erkennen Sie auf den ersten Blick an den kleinen weißen Kügelchen, die sich in der Erde befinden. Die Perlite speichern Wasser sehr gut und sorgen für eine gute Durchlüftung der Erde. Es handelt sich um Qualitätsmerkmal.

Alte Blumenerde kann nur bedingt aufbereitet werden

Viele Gartenbesitzer fragen sich, ob sie Blumenerde aufbereiten können. Sind die jungen Pflanzen angezogen, dann ist es von Vorteil, die alte Blumenerde nicht wegwerfen zu müssen. Allerdings müssen Sie bedenken, dass in neuer Blumenerde viele wertvolle Stoffe enthalten sind. Wenn Sie die Blumenerde aufbereiten, dann haben die Pflanzen diese Stoffe bereits aufgebraucht. Sie müssen dafür sorgen, dass wieder neue Stoffe in die Erde gelangen. Eine Möglichkeit ist das Vermischen von neuer und alter Erde. Auf diese Weise können Sie gebrauchte Erde erneut einsetzen und müssen eine reduzierte Menge an Blumenerde einsetzen. Sie können alternativ die gebrauchte Erde auch auf den Kompost geben. Vermischt mit anderen Gartenabfällen lässt sich die Blumenerde aufbereiten. Diese Vorgehen erfordert jedoch zwei Dinge: Geduld und genügend Platz für einen Komposthaufen.

Produkteigenschaften: Die Vor- und Nachteile

Universalerde

Vorteile:• Die Pflanzenerde eignet sich für eine Vielzahl an Pflanzen.
• In der Erde ist Dünger enthalten.
• Die Erde kann mit Sand gemischt werden, sodass der Wasserabfluss verbessert wird.
Nachteile:• Um junge Pflanzen anzuziehen, ist der Anteil an Dünger zu hoch.
• Nicht alle Pflanzen vertragen diese Erde.

Geldbeutel mit Kette für die Hosentasche

Vorteile:• Der Geldbeutel ist gesichert und kann nicht verloren gehen.
• Der Diebstahl des Geldbeutels ist erschwert.
• Die Kette erfüllt einen modischen Aspekt.
Nachteile:• Die Kette wirkt unter Umständen störend.

Spezialerde, beispielsweise für Orchideen

Vorteile:• Spezialerde ist auf die Bedürfnisse der betreffenden Pflanzenart abgestimmt.
Nachteile:• Sie können diese Spezialerde nur für die auf der Verpackung angegebenen Pflanzenarten verwenden.

Anzuchterde

Vorteile:• Die Menge an Dünger ist reduziert.
• Die Erde eignet sich für junge Pflanzen und zum Ziehen von Jungpflanzen.
Nachteile:• Für ausgewachsene Pflanzen ist der Anteil an Dünger zu gering.

Torffreie Blumenerde

Vorteile:• Die Blumenerde ist umweltfreundlich, da auf Torf verzichtet wird.
Nachteile:• Es sind Zuschlagstoffe erforderlich, um den Torf auszugleichen.

Häufig gestellte Fragen

Warum ist der Preis der Blumenerde je Volumen ausgewiesen?

Blumenerde verfügt abhängig vom Anteil des enthaltenen Wassers über ein individuelles Gewicht. Je höher der Wasseranteil ist, desto schwerer ist die Blumenerde. Einige Hersteller haben in der Vergangenheit versucht, die Blumenerde zu strecken – sie haben die Blumenerde durch die Zugabe von Wasser bewusst schwerer gemacht, was streng genommen eine Täuschung des Verbrauchers darstellt. Um ein solches Vorgehen zu verhindern, wird Blumenerde nach Volumen gekennzeichnet. Die Dichte von Universalblumenerde beträgt 400 bis 500 kg/m³.

Wie rechne ich aus dem Volumen der Blumenerde das Gewicht aus?

Um aus dem Volumen der Blumenerde das Gewicht auszurechnen, muss die Dichte bekannt sein. Die Formel für die Dichte lautet:

Dichte = Gewicht / Volumen

Diese Formel kann entsprechend den mathematischen Regeln für Gleichungen umgestellt werden. Nach dem Gewicht aufgelöst ergibt sich folgende Formel:

Gewicht = Dichte * Volumen
Um nun aus der Dichte und dem Volumen das Gewicht zu bestimmen, multiplizieren Sie die Dichte mit dem Gewicht. Die Dichte von Universalblumenerde beträgt 400 bis 500 kg/m³. Angenommen, Sie haben einen m³ Blumenerde. Dann rechnen Sie Dichte * Volumen und erhalten ein Gewicht von 400 bis 500 kg.

Kann ich Blumenerde für Gemüse verwenden?

Sie können herkömmliche Blumenerde für Gemüse verwenden. Jedoch müssen Sie darauf achten, dass die Erde nicht zu stark gedüngt ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Dünger von der Pflanze aufgenommen wird und in die Früchte übergeht. Des Weiteren sorgt der Dünger für ein schnelles Wachstum der Pflanze. Gemüsepflanzen benötigen jedoch eine gewisse Zeit zum wachsen – es ist nicht immer günstig, diese Zeit zu stark zu verkürzen. Um den Anteil an Dünger in der Blumenerde zu reduzieren, können Sie die Blumenerde mit Sand vermischen. Das richtige Mischverhältnis ist wichtig und hängt von dem gewählten Gemüse ab.

Was mache ich, wenn sich Schimmel auf der Blumenerde gebildet hat?

Schimmel auf der Erde gefährdet die Pflanzengesundheit. Sie müssen die Blume dringend umtopfen. Bringen Sie zunächst die Pflanze nach draußen und lüften Sie im Haus. Bedenken Sie, dass Schimmelsporen für den Menschen gefährlich sind. Schimmelsporen werden über die Luft übertragen und können sich in der Lunge und auf Gegenständen im Haus absetzen. Topfen Sie die Pflanzen um und reinigen Sie den Topf gründlich. Sie können den Topf mit einer Essiglösung und einer Bürste reinigen. Überlegen Sie, warum die Erde verschimmelt ist. Eventuell ist das Wasser nicht abgeflossen und hat sich im Topf gestaut. In diesem Fall ist es von Vorteil, in den Blumentopf ein kleines Loch am Boden zu bohren. Bedecken Sie das Lock von Innen mit einem Stein. So kann das Wasser ablaufen, bleibt aber lange genug stehen, damit die Pflanze das Wasser aufnehmen kann.

Wie topfe ich Pflanzen um?

Sie benötigen zunächst einen Topf, der mindestens genauso groß wie der alte Topf ist. Meistens wird das Umtopfen vorgenommen, um der Pflanze beziehungsweise ihren Wurzeln mehr Platz zu geben. Verwenden Sie neue Blumenerde für Zimmerpflanzen, um die Blumen umzutopfen. Befüllen Sie den leeren Topf etwa zur Hälfte mit der Erde. Heben Sie die Pflanze vorsichtig aus ihrem Topf. Achten Sie darauf, keine Wurzeln zu beschädigen. Entfernen Sie vorsichtig überschüssige Erde von den Wurzeln. Jedoch müssen und sollten Sie die Wurzeln nicht säubern. Es ist von Vorteil, wenn die Pflanze etwas von ihrer bisherigen Erde mitnimmt. Die Umstellung fällt der Pflanze auf diese Weise leichter. Setzen Sie nun die Pflanze in den neuen Topf. Befüllen Sie die Seiten mit neuer Blumenerde, sodass die Pflanze stabil im Topf steht. Drücken Sie die Erde an der Oberfläche leicht an. Nun müssen Sie der Pflanze Wasser geben.

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