Auf der Suche nach einer Faszienrolle werden Sie in den Kategorien Sport und Heimtraining bestimmt fündig. Doch was genau ist eigentlich eine Faszienrolle? Tatsächlich gibt es viele Menschen, die von diesem Produkt noch nie gehört haben. Mit einer Faszienrolle lässt sich die Muskulatur wieder lockern. Außerdem können Sie Ihr Bindegewebe damit trainieren. Und obwohl eine Faszienrolle auf den ersten Blick sehr simpel aussieht, gibt es bei den angebotenen Modellen einige Unterschiede. In diesem Faszienrolle-Vergleich erfahren Sie alles, was Sie über Faszien und Faszienrollen wissen müssen.

Die wichtigsten Fakten in der Übersicht

  • Faszien sind eiweißhaltige Netze im Bindegewebe, welche Muskeln umschließen.
  • Sie können durch Verletzungen, einseitiger Belastung und Stress geschädigt werden.
  • Faszienrollen können bei Schmerzen gute Abhilfe leisten.
  • Sie bestehen aus Schaumstoff und helfen bei der selbstständigen Massage.
  • Sie lockern die Muskulatur und lösen Verspannungen.
  • Sie trainieren das Bindegewebe und eliminieren Cellulite.
  • Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen.
  • Sie unterschieden sich in den Maßen, der Form und der Oberfläche.
  • Für kleinere Körperbereiche gibt es die Black-Roll oder den Faszien-Ball.

Vergleichstabelle

Der Körper des Menschen ist ein überaus komplexes System aus Muskeln, Knochen und Organen. Funktioniert er ohne Beschwerden, macht man sich meistens keine großen Gedanken über die Gesundheit. Treten jedoch Probleme und Störungen auf, ist es oftmals schon zu spät und der Gang zum Mediziner ist unabwendbar. Dann folgen lange Heilungsprozesse, häufige Besuche beim Arzt und viele Physiotherapieeinheiten.

In diesem Faszienrolle-Vergleich sollen Sie deshalb mehr über diese wichtigen Körperteile erfahren, die vielen Menschen gar nicht bekannt sind: die Faszien. In der nachfolgenden Vergleichstabelle finden Sie bereits die wichtigsten Informationen über die Angebote, die es im Bereich Faszienrollen gibt, damit Sie die für Sie passende Faszienrolle kaufen können.

Unsere Empfehlungen für Sie

Auf der Suche nach einer Faszienrolle werden Sie feststellen, dass es verschiedene Modelle im Handel gibt. Die Unterschiede finden Sie vor allem in der Größe, da es für verschiedene Muskelgruppen unterschiedliche Faszienrollen gibt, mit denen Sie diese aufwärmen, trainieren oder regenerieren können. Unterschiede gibt es zudem in den Formen der Massagerollen. All die genannten Produkte werden übrigens auch im Faszienrolle-Set angeboten.

Klassische Faszienrolle

Die grundlegenden Faszienrollen haben eine Länge von 30 bis 45 cm. Der Durchmesser beträgt 15 cm. Die klassische Ausführung eignet sich gut für die Waden, die Oberschenkel und für den Einsatz an der Schulter. Ebenfalls nützlich sind sie am Bauch oder allgemein gegen Cellulite.

Zur Kategorie gehört auch der klassische Blackroll-Ball, der mit einer glatten Oberfläche ausgestattet ist. Diese glatte Oberfläche eignet sich gut für Anfänger, die gerade erst mit der Arbeit mit Faszien beginnen. Es gibt aber auch genoppte Ausführungen, welche die Massagewirkung verstärkt. Die klassische Faszienrolle ist in jedem Faszienrolle-Set enthalten.


Mini-Rolle

Mini-Faszienrollen sind nur 15 cm lang und im Durchmesser etwa 5 cm dick. Die Mini-Rolle wird oft von Fortgeschrittenen genutzt, um anspruchsvollere Trainingseinheiten damit umzusetzen. Sie wurden für die Massage von Fußsohlen, Handflächen und Handgelenke konzipiert.


Faszien-Ball

Beim Faszien-Ball handelt es sich, wie der Name schon sagt, nicht um eine Rolle, sondern um die Form eines Balls. Damit können Sie gezielt schwer zugängliche Körperpartien erreichen, wie beispielsweise die Achseln. Ansonsten können Sie den Ball für Handflächen, Fußsohlen und Unterarme nutzen.

Der Faszienball der Firma Blackroll ist absoluter Vorreiter, was die Herstellung von Massagebällen betrifft. Diese Bälle aus dem Hause Blackroll haben einen Durchmesser von 12 cm und haben dadurch eine relativ große Oberfläche. Diese Black-Roll lässt sich auch sehr gut für die punktuelle Massage an Rücken und Beinen nutzen. Der kleine Blackroll-Ball ist nur 8 cm dick und hilft Ihnen dabei, tief sitzende Verspannungen zu lösen.


Duoball

Der Duoball besteht eigentlich aus zwei Bällen, die miteinander verbunden sind. Diese ergonomische Passform eignet sich sehr gut für die Massage von Hals und Nacken. Sie können den Duoball aber auch für das Gesäßtraining nutzen. Auch den Duoball können Sie im klassischen Faszienrolle-Set erwerben.


Definition, Anwendungsbereiche, Kaufkriterien und Trainingsempfehlungen

Da vielen Menschen mit dem Begriff Faszien oder Faszienrolle nicht viel anfangen können, folgt hier eine genaue Beschreibung:

Geschichte der Faszienrolle

Die erste Faszienrolle kam im Jahr 2009 auf den Markt. Damals hieß das Produkt noch Blackroll. Die Faszienrolle oder der Blackroll-Ball wurde insbesondere für den therapeutischen Bereich entwickelt und für die Physiotherapie verwendet. Damals war sie ganz einfach wie eine Pilates-Rolle geformt. Sie war jedoch 30 cm lang und wies in der Mitte ein 15 cm großes Loch auf. Aufgrund der erfolgreichen Anwendung im therapeutischen Bereich kamen immer mehr neue Hersteller auf den Markt, welche verschiedene Black-Roll-Modelle produzierten.

Dazu kamen Bälle, Duobälle und Mini-Rollen. Sie sind aus Schaumstoff gefertigt und werden in unterschiedlichen Härtegraden angeboten. Sie können also in weich, medium oder hart ganz nach Ihren Bedürfnissen und Wünschen auswählen.

Heutzutage werden Faszienrollen übrigens nicht mehr nur zur Faszientherapie eingesetzt, sondern gerne auch, um das Fitness-Training zu erweitern oder etwas gegen Cellulite zu tun. Es gibt sie mit glatter und genoppter Oberfläche.

Faszien – was ist das?

Bei einer Faszie handelt es sich um eine Komponente im Bindegewebe, welche jeden Muskelstrang und jedes Organ umschließt. Sie ist ein eiweißhaltiges Netzgewebe und sorgt für den Zusammenhalt aller Bestandteile unseres Körpers. Eine Faszie besteht aus drei Schichten: der oberflächliche, der tiefe und der viszerale Faszie. Knochen, Muskeln und Nervenbahnen sind stets von tiefen Faszien umschlossen.

Im Normalfall merken Sie nicht, ob Sie Faszien haben oder nicht. Nur, wenn diese beschädigt sind oder nicht mehr funktionieren, erfahren Sie das durch Schmerzen. Denn Faszien reagieren empfindlich auf einseitige Bewegungsabläufe, Verletzungen und Stress. Dann trocknen Faszien aus und verkleben. Daraus ergeben sich verdickte Bereiche, die wir allgemein unter dem Begriff Verspannungen, oder genauer gesagt als Triggerpunkte kennen. Die Triggerpunkte gehen meistens mit Schmerzen einher und lassen sich nur noch mit einer gezielten Massage auflösen.

Anwendungsbereiche von Faszienrollen

Faszienrollen eignen sich sehr gut für die Eigenmassage, um Triggerpunkte zu beseitigen und das Gewebe schön geschmeidig zu halten. In Therapien werden sie auch zur Schmerzbehandlung eingesetzt. Im Sport arbeiten Personal Trainer gerne mit ihnen, um das Aufwärmen zu unterstützen und die anschließende Regeneration der Muskeln anzuregen. Im privaten Bereich werden Faszienrollen häufig zur Massage des Bindegewebes verwendet, um beispielsweise am Bauch abzunehmen oder etwas gegen Cellulite zu tun.

Kaufkriterien – worauf achten?

Beim Faszienrolle-Vergleich ist es wichtig, alle Kaufkriterien zu kennen, um die unterschiedlichen Produkte miteinander vergleichen zu können. Denn die Faszienrolle soll genau zu Ihren Bedürfnissen und auf die zukünftige Verwendung zugeschnitten sein. Näheres über die Kriterien Härtegrade, Material, Oberfläche, Farbe und Marken erfahren Sie hier:

Härtegrad:

Wenn Sie eine Faszienrolle kaufen möchten, ist ein wichtiges Kaufkriterium die Härte der Rolle. Denn es gibt unterschiedliche Härtegrade, die Sie auswählen können. Dazu gehören die Härtegrade weich, medium und hart. Den Härtegrad sollten Sie nach dem Belastungsgrad der Faszien auswählen. Als Anfänger ist eine weiche Faszienrolle sinnvoller, da sich Ihr Körper und die Faszien erst an den Druck gewöhnen müssen. Wenn Sie eine Faszienrolle bereits regelmäßig verwenden, dann ist ein Modell mit einem höheren Härtegrad empfehlenswert. Die mittlere Härte sorgt dafür, dass der Lockerungs-Effekt auch bei regelmäßiger Anwendung funktioniert. Als Profi-Sportler oder besonders Fitness-orientierter Mensch ist eine harte Rolle höchstwahrscheinlich das richtige für Sie. Hier die Härtegrade im Überblick:

  • weich: für Anfänger und berührungsempfindliche Menschen
  • mittel: bei regelmäßiger Verwendung
  • hart: für fitte Hobby-Sportler und Profis

Material:

Im Normalfall besteht eine Faszienrolle aus Schaumstoff. Die Modelle unterschieden sich aber in Sachen Material dahingehen, dass es Schaumstoff-Rollen aus EPP (expandiertem Polypropylen) und EVA-Schaum (Ethylen-Acetat-Schaum) gibt. Beide Materialien sind sehr langlebig, leicht, hitzebeständig und abwaschbar. Aus diesem Grund gelten sie als besonders haltbar, benutzerfreundlich und handlich. EVA-Schaum ist sogar etwas langlebiger als EPP-Schaum. Egal, für welches Material Sie sich entscheiden, sie wird garantiert hautfreundlich und geruchslos sein, da beide Schaumstoffe über diese Eigenschaften verfügen.

Oberfläche:

Die erste Faszienrolle auf dem Markt hatte eine glatte Oberfläche. Auch heute noch haben sie eine glatte Oberflächenprägung. Es gibt jedoch auch neuere Modelle, die eine leichte Wellenprägung aufweisen. Zusätzlich gibt es welche mit Noppen, die bei großen Flächen – wie beispielsweise am Rücken – für noch mehr Effektivität sorgen. Bei Anfängern können die Noppen jedoch Schmerzen hervorrufen, deshalb werden Noppen-Faszienrollen eher den fortgeschrittenen Nutzern empfohlen. Ob eine Faszienrolle jedoch glatt, gewellt oder genoppt ist, entscheidet ausschließlich Ihre Vorliebe. Die Oberflächenprägung stellt kein Qualitätsmerkmal dar.

Farbe:

Die Farbe ist eher nebensächlich und sagt nichts über die Qualität Ihres ausgewählten Produkts aus. Faszienrollen gibt es aber in den verschiedensten Farben, sodass Sie auch etwas für das Auge erhalten. In Sachen Farbe können Sie also frei nach Ihrem Geschmack das passende Modell auswählen. Lediglich die Backroll ist immer Schwarz. Manche Hersteller verbinden die Farbtöne aber auch mit den Härtegraden. Das hat den Vorteil, dass Sie gleich an der Farbe die passende Faszienrolle erkennen. Deshalb ist es empfehlenswert, auch die Beschreibung zu den Farben zu lesen. Manchmal haben die Farben doch eine Bedeutung.

Marken:

Faszienrollen gibt es heutzutage von den verschiedensten Herstellern und Marken. Zudem bieten einige Händler, wie Intersport, Tchibo und Amazon, Faszienrollen von bekannten Marken an. Zu diesen bekannten Markenherstellern zählen beispielsweise Blackroll, Pinofit, Kettler und seeLight. Vergleichen Sie die Marken und Angebote am besten direkt. Oftmals unterscheiden sich die Modelle nur marginal im Preis, sodass es eher schwer wird, ein billiges Modell zu finden.

Wie Sie mit der Faszienrolle richtig trainieren

Um sicher und rutschfest trainieren zu können, besorgen Sie sich am besten zuerst eine Trainingsmatte. Denn das Training soll keinesfalls zu Unfällen führen. Zwar ist das Material der Faszienrolle rutschfest. Jedoch sind Böden unterschiedlich. Auf einem glatten Boden kann die Rolle trotz ihrer positiven Eigenschaft wegrutschen.

Beginnen Sie mit dem Faszientraining am besten an den großen Körperbereichen, wie an Rücken, Arme, Waden und den Oberschenkeln und gehen Sie anschließend auf die kleineren Körperpartien, wie Handflächen und Fußsohlen, ein. Nehmen Sie sich die Anleitung der jeweiligen Rolle zur Hand. Oftmals werden darin Übungsbeispiele und Trainingsanleitung zur Verfügung gestellt. Falls Sie da nicht fündig werden, dann suchen Sie einfach im Internet nach geeigneten Trainingsvideos. Hier werden Sie bestimmt eine passende Anleitung finden. Hilfreich kann auch ein Gespräch mit einem Personal Trainer oder einem Physiotherapeuten sein.

Übrigens sollten Sie wissen, dass kurze Trainingseinheiten effektiver sind, als lange. Es reichen zwei verschiedene Tage in der Woche aus, um erste Effekte zu spüren. Überanstrengen Sie sich nicht, wenn Sie mit dem Faszientraining beginnen.

Vorteile und Nachteile

Vorteile:Faszienrollen lösen Muskelverspannungen
Sie regen die Durchblutung an
Beim Training werden Muskeln gestärkt
Das Training verbessert Bewegungsabläufe
Sie stärken das Bindegewebe Sie helfen gegen Cellulite
Mit einer Faszienrolle können Sie sich leicht selbst massieren
Die Rollen sind leicht und handlich
Nachteile:Um einen Effekt zu erzielen, ist eine regelmäßige Anwendung erforderlich
Besonders am Anfang kann die Anwendung schmerzhaft sein
Generell ist kein schnelles Abnehmen mit Faszienrollen möglich

Häufig gestellte Fragen

Welche Faszienrolle eignet sich für mich?

Falls Sie sich unsicher darüber sind, welche Faszienrolle Sie kaufen sollen, fragen Sie sich zuerst, wie fit Sie sind. Denn umso fitter Sie sind, desto härter darf sie sein. Als Anfänger empfehlen wir Ihnen jedoch, eine weiche Rolle zu wählen und später zu einem härteren Modell zu greifen.
Die klassische Faszienrolle mit glatter Oberfläche ist in diesem Fall ebenfalls eine gute Wahl. Wellen und Noppen wirken als Verstärker und eignen sich erst für Sie, wenn Sie an die Faszienmassage gewöhnt sind. Leiden Sie jedoch immer wieder an denselben Verspannungen, wie beispielsweise im Bereich des Nackens, ist ein Duoball sicherlich die richtige Wahl. Damit können Sie gezielt an Verspannungen im Nackenbereich arbeiten.

Welche Faszienrolle für welche Anwendung?

Haben Sie ein hohes Schmerzempfinden oder beginnen Sie gerade erst mit dem Faszientraining, dann sollten Sie auf eine weiche Rolle zurückgreifen. Ein mittlerer Härtegrad eignet sich aber ebenfalls für Einsteiger.

Kann ich mit Faszienrollen abnehmen?

Wenn ein Gewichtsverlust Ihr Ziel ist, können Sie mit einer Faszienrolle bleibende Resultate erzielen. Denn das Training ist anstrengend und verbrennt Kalorien. Zwar trägt die Faszienrolle weniger zur Fettverbrennung bei, jedoch wirkt sie sehr förderlich auf das Bindegewebe ein. Aus diesem Grund darf die Rolle im Training für die Gewichtsabnahme nicht fehlen. Rollen mit einer strukturierten Oberfläche erhöhen übrigens den Erfolg. Denn dadurch wird das Gewebe noch stärker bearbeitet.

Hilft die Faszienrolle gegen Cellulite?

Es gibt keine aussagekräftige Studie, die Bestätigt, dass Faszientraining gegen Cellulite hilf. Durch die Massage verändert sich das Bild der Haut und es sind weniger Dellen zu sehen. Dem liegt jedoch einen einfache Erklärung zugrunde: die Selbstmassage löst die Spannungen aus den Faszien, wodurch die Fettschicht flach unter der Haut liegen kann. Dieses Ergebnis hält allerdings nicht lange an.

Helfen Faszienrollen gegen Nackenschmerzen?

Schmerzen im Nackenbereich, die durch Verspannungen bedingt sind, kommen recht häufig vor. Durch die punktuelle Massage in diesem Bereich können Sie Nackenschmerzen langfristig beseitigen. Dafür eignet sich am besten ein Duoball oder der Blackroll-Ball.

Gibt es einen Test, der durch die Stiftung Warentest durchgeführt wurde?

Aktuell gibt es noch keinen Faszienrolle-Test von der Stiftung Warentest. Sie können also leider keine Produkte im Handel finden, die durch die Stiftung Warentest ausgezeichnet wurde.

Wie wirksam ist eine Faszienrolle?

Wer regelmäßig mit der Faszienrolle trainiert, kann Verhärtungen und Verklebungen lösen und die Faszien geschmeidiger machen. Das hat zur Folge, dass Muskelverspannungen beseitigt werden und seltener auftreten. Zudem steigert das Training die Durchblutung, was sich positiv auf das Bindegewebe auswirkt.

Wie oft sollte man ein Faszientraining durchführen?

Um das Bindegewebe zu verbessern, sollten Sie die Faszienrolle täglich benutzen. Dadurch werden alte Kollagen abgebaut und Verklebungen gelöst. Trainieren Sie jedoch stets behutsam und mit langsamen Bewegungen.

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