Katzen sind sehr reinliche Tiere, die ihr „Geschäft“ auf einem Katzenklo erledigen. Allerdings müssen die Katzen diesen Ort annehmen, er muss ihren Anforderungen entsprechen. Hierzu gehört es, das Katzenklo regelmäßig zu reinigen und ein hochwertiges Katzenstreu zu verwenden. Auf dem Markt sind unterschiedliche Produkte erhältlich – beispielsweise mit Duft und ohne Duft. Wir erklären Ihnen, auf welche Punkte Sie bei der Auswahl vom Katzenstreu achten sollten. Erfahren Sie aus dem Katzenstreu Test, wie Sie Ihre Katze und sich glücklich machen. Wir stellen Ihnen verschiedene Arten von Katzenstreu vor und informieren auch, wie Sie Katzenstreu entsorgen.

Interessante Fakten zum Thema

• Verklumpt das Katzenstreu, dann können Sie die Verklumpungen entnehmen und müssen nicht täglich das Katzenklo vollständig reinigen.
• Nach Möglichkeit kaufen Sie für jede Katze ein eigenes Katzenklo – dies ist jedoch keine zwingende Vorschrift.
• Das Katzenstreu entsorgen Sie am besten über den Hausabfall.
• Vor das Katzenklo legen Sie eine Matte, die das Katzenstreu auffängt.
• Bio Katzenstreu ist biologisch abbaubar.
• Die Grundreinigung des Katzenklos nehmen Sie ein bis zwei Mal pro Woche vor.
• Die Matte reinigen Sie täglich.

Vergleichstabelle

Unterschiedliche Produkte – unterschiedliche Wirkung

Wenn Sie Katzenstreu kaufen möchten, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Produkten und unterschiedlichen Funktionen. Nachfolgend ein Überblick:

Mineralisches Streu (nicht klumpend)

Traditionelles Katzenstreu besteht aus Diatomit, Sepiolith und Zeolithen. Es handelt sich um Mischungen, die sehr aufnahmefähig sind. Feuchtigkeit wird aufgesogen. Vor der Erfindung vom Katzenstreu wurde meistens Sand verwendet. Jedoch besitzt Sand im Vergleich zu mineralischem Streu eine geringere Aufnahmefähigkeit. Das Streu bindet sich mit Wasser, kleine Kugeln oder Klümpchen entstehen. Diese Kugeln haften nicht an den Pfoten der Katzen (beziehungsweise nur sehr selten). Aus diesem Grund verteilt die Katze das Katzenstreu nicht in der Wohnung, wenn sie das Katzenklo verlässt. Mineralisches Streu wird in klumpend und nicht-klumpend unterteilt. Im Gegensatz zu klumpendem Streu weist nicht-klumpendes Katzenstreu eine geringe Wirkung hinsichtlich der Geruchsreduktion auf. Je stärker die Geruchsentwicklung ist, desto häufiger müssen Sie das Katzenstreu auswechseln. Modernes Katzenstreu ist daher zumeist als klumpende Variante konzipiert.


Mineralisches Streu (klumpend)

Die Erfindung des klumpenden Katzenstreu geht auf die Zeit der 1980er Jahre zurück. Thomas Nelson entdeckte die Vorteile von Tonmineralien (Bentonit). Fügt man Bentonit hinzu, dann verklumpt es bei Kontakt mit Flüssigkeiten. Eine lehmig-feste Konsistenz entsteht. Dieser Effekt wird genutzt, um Urin zu binden und die Geruchsentwicklung zu unterbinden. Das Reinigen der Toilette gestaltet sich leichter, weniger Geruch entsteht. Sie entfernen das verunreinigte Streu gezielt, sodass der Austausch des gesamten Inhaltes nur noch zwei Mal pro Woche notwendig ist – sofern Sie eine einzelne Katze halten. Die Angaben hierzu variieren jedoch: Einige Hersteller geben an, die Komplettreinigung sei nur alle 2 bis 6 Wochen erforderlich. Die Entscheidung hierzu hängt sicherlich vom Verhalten der Katze, der Anzahl der gehaltenen Katze und der Einstellung des Katzenbesitzers ab. Einiges Streu lässt sich besser sieben als anderes Streu. Modernes klumpendes Katzenstreu besteht zumeist aus Siliziumverbindungen, wie Kieselgur und Quarz. Es handelt sich jedoch nicht um Silica Streu.


Silikat Katzenstreu

Silikat Katzenstreu ist auch als Silikagel-Streu oder Silica Crystal-Streu bekannt. Es basiert auf Kieselgel. Jedes einzelne Kügelchen besitzt eine große Anzahl feiner Poren. Flüssigkeit wird von dem Material sehr gut aufgenommen. Eine Besonderheit entsteht, die es ermöglicht, das Katzenstreu lange zu nutzen: Die geruchsintensiven Partikel des Urins werden aufgenommen. Hierbei handelt es sich vor allem um Ammonium-Ionen. Sie sind im Streu gebunden. Wasser hingegen verdunstet und die Toilette bleibt trocken. Die Nutzungsdauer des Einstreu erhöht sich, wenn das Wasser verdunstet und sich dennoch kein Geruch bildet. Urin führt zu keiner langfristigen Klumpenbildung. Kot hingegen verklumpt das Streu. Sie nehmen eine Schaufel und entfernen regelmäßig die Verklumpungen. Ein Nachteil ist das teilweise laut Rascheln, wenn die Katze das Katzenklo betritt. Einige Katzen sind von diesem Geräusch irritiert und nehmen das Katzenklo nur schwer an. Ein weiterer Nachteil ist das relativ leichte Gewicht des Einstreu. Was sich auf den ersten Blick positiv anhört, hat jedoch einen Mangel: Das leichte Streu verteilt sich schneller in der Wohnung. Es kann im Fell der Katze hängen bleiben und auf diese Weise in der Wohnung verteilt werden. Insbesondere bei langhaarigen Katzen besteht dieses Risiko.


Organisches Katzenstreu

Bio Katzenstreu besteht aus organischen Materialien. Häufig kommen beim Bio Katzenstreu Getreide, Holz oder Stroh zum Einsatz. Der entscheidende Vorteil ist die biologische Abbaubarkeit. Holz quellt auf, wenn es mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt. Es zerbröselt und baut sich im Laufe der Zeit (nach der Entsorgung im Abfall ) ab. Der Umstand, dass das nasse Holz zerbröselt, hat einen entscheidenden Vorteil: Die Staubentwicklung ist gering. Gebunden wird die Feuchtigkeit in den Fibrillen der Pflanzenfasern.



Informationen zum Kauf und zur Anwendung von Katzenstreu

Katzenstreu ist als Alltagsgegenstand zwar in nahezu jedem Haushalt mit Katzen als Haustiere zu finden, hinsichtlich der Kaufentscheidung und der Handhabung sind jedoch einige Aspekte zu beachten. Füllmenge und Material je nach Einsatzzweck. Welches Streu ist empfehlenswert? Die folgenden Fakten und Tipps bieten Ihnen interessante Informationen rund um das Thema Katzenstreu.


Was ist Katzenstreu?

In jede Grundausstattung von Katzenbesitzern gehört das Katzenklo. Insbesondere Wohnungskatzen nutzen die Katzentoilette intensiv, da sie keine andere Alternative haben. Freigänger-Katze gehen ebenfalls auf die Katzentoilette, allerdings nicht so häufig wie Wohnungskatzen. Es ist wichtig, dass den Katzen stets eine saubere Katzentoilette zur Verfügung steht und die Katzen genau wissen, wo das Katzenklo ist. Die Katzentoilette befüllen Sie mit Katzenstreu. Katzen haben die Angewohnheit, ihre Ausscheidungen vergraben zu wollen. Sie verscharren den Kot, damit Feinde und Artgenossen ihn nicht riechen können. Im Katzenstreu haben die Tiere diese Möglichkeit: Sie können den Kot verscharren. Dennoch müssen Sie den Kot regelmäßig aus dem Katzenklo entfernen.

Katzen sind stubenrein

Katzen können ein Katzenklo bereits ungefähr ab der dritten Lebenswoche benutzen. Sie müssen lernen, einen festen Ort für ihr Geschäft aufzusuchen: Das Katzenklo. Etwa ab der achten Lebenswoche können Katzen stubenrein sein.

So entsorgen Sie Katzenstreu richtig

Die Frage, wie Sie Katzenstreu entsorgen, hängt vom gekauften Produkt ab. Jedes Material besitzt seine eigenen Eigenschaften und seine speziellen Vorschriften hinsichtlich der vorgeschriebenen Entsorgung.

Abhängig vom Material erfolgt das Entsorgen in der Biotonne, auf dem Kompost, beim Wertstoffhof oder im Restmüll. Einige Hersteller geben an, die Entsorgung in der Toilette ist möglich. Hierbei empfehlen wir Ihnen jedoch, vorsichtig zu sein. Es ist in einem solchen Fall sicherlich möglich, das Katzenstreu in der Toilette zu entsorgen (Achtung: Nur wenn der Hersteller dies ausdrücklich ausweist und es die regionalen gesetzlichen Vorschriften zulassen!), jedoch stellt dieses Vorgehen in jedem Fall eine Belastung für das Schutzwassersystem dar.

Insbesondere bei bereits schon vorher vorhandenen Problemen mit dem Abfluss, kann sich die Situation verschlechtern und der Abfluss verstopfen. Geben Sie niemals große Mengen gleichzeitig in die Toilette. Es ist im Allgemeinen besser, die Entsorgung über das Müllsystem zu wählen. Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Gemeinde nach oder informieren Sie sich auf der Webseite der Gemeinde über die Wahl der passenden Mülltonne für die Entsorgung des Katzenstreues.

Beachten Sie in jedem Fall, welche gesetzlichen Vorschriften hinsichtlich der Entsorgung gelten. In den meisten Fällen untersagen die Verordnungen die Entsorgung über die Kanalisation. Die Angabe des Herstellers über die Zulässigkeit entbindet nicht von der Verpflichtung, eigenständig zu recherchieren. Mineralisches Streu darf weder in Deutschland noch in Österreich über die Toilette entsorgt werden.

Katzenstreu mit Duft – empfehlenswert oder nicht?

Katzenstreu mit Duft hat das Ziel, die Geruchsentwicklung zu reduzieren. Jedoch müssen Sie an diesem Punkt vorsichtig sein: Sowohl Katze als auch Mensch können auf Duftstoffe jeglicher Art empfindlich reagieren. Insbesondere Allergiker müssen genau überlegen, ob sie auf die Duftstoffe reagieren. Bedenken Sie, dass Sie dem Geruch dauerhaft ausgesetzt sind. Liegen keine entsprechenden Probleme vor, dann kann Katzenstreu mit Duft eine willkommene Abwechslung sein und für einen angenehmen Duft sorgen.

Bentonit Streu – Welche Eigenschaften hat das Material?

Bentonit Katzenstreu zeichnet sich durch seine Fähigkeit zum Verklumpen aus. Die Feuchtigkeit wird im Katzenstreu gebunden, sodass Sie die Exkremente täglich mit einer Schaufel entnehmen können. Auf diese Weise bleibt das Katzenklo länger sauber. Diese Eigenschaft freut Katze und Besitzer: Katzen bevorzugen eine saubere Toilette und möchten nicht in ihren eigenen Kot oder den Kot einer anderen Katze treten.

Produkteigenschaften: Die Vor- und Nachteile

Mineralisches Streu (nicht klumpend)

Vorteile:• Das Katzenstreu ist einfach in der Zusammensetzung.
• Es handelt sich um die klassische Variante des Katzenstreu.
• Das Katzenstreu bleibt nicht an den Pfoten der Katzen hängen und wird nicht in der Wohnung verteilt.
Nachteile:• Die Geruchsentwicklung ist relativ hoch.
• Sie müssen das Katzenklo häufig reinigen, da keine Verklumpung stattfindet.

Mineralisches Streu (klumpend)

Vorteile:• Die Geruchsentwicklung ist relativ gering.
• Die Exkremente werden gebunden.
• Der Austausch des gesamten Katzenstreu ist weniger oft als bei konventionellem Streu erforderlich.
Nachteile:• Keine

Silikat Katzenstreu

Vorteile:• Das Katzenkl kann länger genutzt werden.
• Kot führt zur Verklumpung und kann aus dem Katzenkl• leicht entfernt werden.
• Urin verklebt das Katzenstreu nicht, das Wasser verdunstet.
• Gerüche werden in den Porten gebunden.
Nachteile:• Das Katzenstreu raschelt, wodurch die Katze verschreckt werden kann.
• Bei langhaarigen Katzen kann das Katzenstreu im Fell hängen bleiben und in der Wohnung verteilt werden.

Organisches Katzenstreu

Vorteile:• Bio Katzenstreu ist biologisch abbaubar und umweltfreundlich.
• Die Staubentwicklung ist bei Streu aus Holz gering.
Nachteile:• Keine

Häufig gestellte Fragen

Welche verschiedenen Arten von Katzenklos gibt es?

Die meisten Katzentoiletten bestehen aus einer Kunststoffwanne, da Kunststoff leicht zu reinigen und hygienisch ist. In diese Wann füllen Sie das Katzenstreu ein. Einige Ausführungen sind mit einer Schwingtür oder einer abnehmbaren Kunststoffhaube ausgestattet. Die Abdeckung hat das Ziel, die Geruchsentwicklung zu reduzieren. Zugleich wirkt die Abdeckung als Schutz vor herumfliegendem Streu, wie es durch das Scharren der Katze aufgewirbelt wird. Allerdings entscheidet die Katze, ob sie die Abdeckhaube akzeptiert oder nicht. Einige Tiere lehnen eine Abdeckhaube ab. Da es sich um abnehmbare Deckel handelt, können Sie das Katzenklo im Allgemeinen auch ohne Deckel nutzen.

Wie viele Katzenklos benötige ich?

Im Idealfall haben Sie ein großes Haus und können für jede Katze ein eigenes Katzenklo aufstellen. Diese Forderung muss jedoch nicht zwingend umgesetzt werden, da sich mehrere Katzen auch durchaus eine Katzentoilette teilen können. Allerdings müssen Sie bei der Entscheidung mehrere Punkte berücksichtigen: Zum einen mögen die Katzen den Duft der Exkremente der anderen Katzen nicht. Hat eine Katze die Katzentoilette besucht und muss die nächste sich nun erleichtern, sucht sie in der Katzentoilette einen sauberen Platz. Findet sie diesen Platz, dann ist alles in Ordnung und die Katze erledigt ihr Geschäft in der Katzentoilette. Teilen sich nun jedoch beispielsweise drei Katzen eine Katzentoilette und suchen alle drei Katzen das Katzenklo direkt hintereinander auf, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die dritte Katze kein aus ihrer Sicht geeignetes Plätzchen im Katzenklo findet und sich eine „Alternative“ sucht. Diese Alternative ist im ungünstigen Fall der Teppichboden, das Bett oder die Coach. Daher ist es sinnvoll, ein zweites Katzenklo aufzustellen. Des Weiteren sollten Exkremente, die die Katze im Katzenklo hinterlässt, mehrmals täglich entfernt werden und das Klo wird mit neuem Katzenstreu aufgefüllt. Ein hierbei interessanter Aspekt ist, dass Kater einen intensiveren Geruch ausstrahlen als Katzen, weswegen oftmals zu beobachten ist, dass Kater nicht die gleiche Katzentoilette wie weibliche Katzen verwenden. Hat der Kater das Katzenklo zuerst aufgesucht, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Katzen das andere Katzenklo aufsuchen.

Wie oft sollte ich das Katzenstreu austauschen?

Sie müssen täglich das Katzenklo säubern. Hierzu gehört in jedem Fall das Entfernen von verklumptem Katzenstreu. Sieben Sie Exkremente und Urin aus, in dem Sie eine Schaufel verwenden. Es darf nur sauberes Katzenstreu im Katzenklo verbleiben. Füllen Sie die entstandenen Lücken wieder mit neuem Katzenstreu auf. Reinigen Sie verschmutzte Stellen an der Katzentoilette. Teilen sich mehrere Katzen eine Katzentoilette, dann müssen Sie das Katzenklo mehrmals pro Tag reinigen. Bei einer Katze ist ein bis zweimal täglich ausreichend. Die Komplettreinigung der Katzentoilette sollten Sie zweimal pro Woche durchführen. Tauschen Sie hierbei das komplette Katzenstreu aus und reinigen Sie die Wanne der Katzentoilette gründlich.

Warum benötige ich eine Katzenstreu Matte?

Sie legen die Katzenstreu Matte vor das Katzenklo. Nachdem die Katze das Katzenklo aufgesucht hat, streift sie sich unbewusst an der Matte die Pfoten ab. Klumpendes Katzenstreu bleibt ebenso wie loses Streu an der Matte hängen. Auf diese Weise bleibt die Wohnung schön. Das Katzenstreu wird nicht in der gesamten Wohnung verteilt. Die Matte besitzt eine Oberfläche mit kleine Rillen oder Vertiefungen. Dort wird das Katzenstreu aufgefangen. Reinigen Sie die Matte regelmäßig, am besten täglich. Die Reinigung ist zum einen erforderlich, um die Hygiene der Matte sicherzustellen. Zum anderen verstopfen die Rillen, wenn sie nicht gereinigt werden und eine ebene Oberfläche entsteht, auf der sich kein weiteres Streu festhängt. Der Effekt geht verloren.

Author

Write A Comment