Thermobecher werden immer beliebter. Nicht nur, dass diese die Umwelt entlasten und von den Einweg-Bechern to-go wegführen, auch die Materialqualität und die Wärmeleistung spielen eine wichtige Rolle. Wichtig ist dabei genauer hinzuschauen, welche Becher für den eigenen Zweck optimal sind. Denn nicht jeder Thermobecher im Test kann gleichermaßen überzeugen. Wir zeigen Ihnen, worauf es zu achten gilt und welche technischen Eigenschaften ein solcher Becher haben sollte.

Die wichtigsten Fakten

  • Thermobecher können Getränke warm und kühl halten.
  • Die Kombination verschiedener Materialien bietet Beständigkeit und Haltbarkeit.
  • Im Optimalfall lässt sich der Thermobecher mit nur einer Hand bedienen.
  • Der Flüssigkeitsdurchfluss muss optimal gestaltet sein, damit Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen können.
  • Im Idealfall kann der Thermobecher in der Spülmaschine gesäubert werden.

Vergleichstabelle

Unsere Testsieger und Empfehlungen

Bei unserem Thermobecher Test haben wir die unterschiedlichsten Modelle genauer unter die Lupe genommen, um Ihnen die Auswahl zu vereinfachen. Der Fokus lag auf dem üblichen Kaffee Thermobecher mit einem Fassungsvermögen zwischen 350 und 500 ml, welche üblicherweise im Einsatz sind. Testsieger in unserem Test wurde der Emsa 513361, welcher sowohl durch sein Design als auch durch seine hohe Funktionalität zu überzeugen wusste. Der Edelstahl Thermobecher mit einer Hülle aus Kunststoff und Silikon bietet ein Volumen von 360 ml Fassungsvermögen und ist angenehm handlich. Die Wärmeisolation im Innern erreicht gute vier Stunden, was für den Alltag mehr als genug erscheint. Bei der Kälteisolierung erreicht dieser sogar eine Dauer von rund acht Stunden. Die Isolation gelingt durch Vakuumisolation zwischen dem Innenbecher und dem Außenbecher. Der in verschiedenen Farben erhältliche Becher ist somit für den Alltag unser Testsieger. Einziges Manko ist seine Form, da der Becher in der Mitte am dicksten ist. Aufgrund der kompakteren Größe kommen dennoch auch Menschen mit kleineren Händen sehr gut mit dem Thermobecher Emsa 513361 zurecht. Mit 325g ist der Becher zudem angenehm leicht, sodass er auch von schwächeren Personen problemlos genutzt werden kann.

Ebenfalls zu empfehlen ist der Edelstahl-Thermobecher Thermos, welcher rein aus Edelstahl gefertigt wird. Hier erreicht die Wärmeisolation sogar Zeiten von bis zu fünf Stunden, während Kaltgetränke sogar bis zu neun Stunden gekühlt werden können. Dies ist allerdings unter anderem auch dem höheren Fassungsvermögen von 470 ml zu verdanken. Die einfache Einhandbedienung macht die Nutzung besonders einfach. Der bestens für die Spülmaschine geeignete Thermobecher Thermos überzeugt zudem durch die große Auswahl unterschiedlicher Farben, welche auch bei der Spülmaschinenreinigung nichts von ihrer Qualität verlieren. Der luftdichte Verschluss sorgt zudem dafür, dass auch ein Kaffee Thermobecher nicht am Geruch erkannt werden kann. Mit 410 g gehört er nicht unbedingt zu den Leichtgewichten. Ist der Becher vollständig gefüllt, bringt er knapp 880 Gramm auf die Waage. Für schwächere Personen eine Herausforderung.

Als dritter Thermobecher im Test hat sich der Westloop von Contigo durchgesetzt. Dieser bietet ein Fassungsvermögen von ebenfalls 470 ml und besteht aus Edelstahl. Mit einer Wärmeleistung von bis zu vier Stunden und einer Kühlleistung von bis zu 12 Stunden konnte dieser ebenfalls überzeugen. Aufgrund des stylischen Designs ist der recht leichte Thermobecher aus Edelstahl ein echter Blickfang. Vor allem dann, wenn Sie sich für eine der auffälligeren Farben entscheiden. Mit Click-Verschluss und absolut frei von Schadstoffen ist er Contigo Westloop ein toller to go-Becher, welcher sich im Thermobecher Vergleich erfolgreich durchsetzen konnte. Mit einem Eigengewicht von 331 g ist der Becher angenehm leicht und bleibt auch vollständig gefüllt bei knappen 800 Gramm. Somit also gerade noch an der Grenze zum gut handelbaren.


Das richtige Material

Bei den Materialien haben Sie drei unterschiedliche Varianten zur Auswahl: Keramik, Kunststoff und Edelstahl. Jede Variante bietet eigene Vor- und Nachteile an.

Thermobecher aus Kunststoff überzeugen meist durch den günstigen Preis und die sehr einfache Reinigung. Problematisch ist, dass das Material häufig sehr dünn ist und somit schnell beschädigt werden kann. Zudem achtet nicht jeder Hersteller auf die richtigen Inhaltsstoffe, sodass sich durch die Hitze Weichmacher aus dem Kunststoff lösen können. Optisch wertiger sehen Thermobecher aus Keramik aus. Diese haben den Vorteil, dass sie die Wärme recht gut und zuverlässig speichern können und die Wärme vor allem nicht an die Außenwand des Bechers leiten. Doch Keramik ist nicht nur relativ schwer, sondern vor allem auch sehr zerbrechlich.

Für den hektischen Alltag sind solche Thermobecher daher weniger gut geeignet. Edelstahl hingegen überzeugt durch seine enorme Haltbarkeit und Stabilität. Becher aus Edelstahl sind schwerer als die Konkurrenz und in der Regel auch teurer. Da der Edelstahl die Wärme allerdings sehr gut leitet, sind diese Becher meist mit Kunststoff ummantelt. So liegt der Edelstahl Thermobecher gut und sicher in der Hand.

Der Deckel – darum ist der Thermobecher to go so besonders

Meist nutzen wir Thermobecher unterwegs, beispielsweise auf der Fahrt in die Arbeit. Daher ist der Deckel besonders wichtig in der Betrachtung. Dieser sollte nach Möglichkeit mit einer Hand öffnen lassen. Deckel mit Schraubverschluss sind somit weniger gut für den Alltag geeignet als andere Deckelformen. Ein Klappdeckel lässt sich mit einer Hand hingegen hervorragend bedienen. Deckel mit Druckknopf sind dann noch ein wenig besser, sofern diese eine Rundum-Trinköffnung besitzen. So können Sie darauf verzichten den Thermobecher noch in die richtige Richtung drehen zu müssen und können ganz einfach in jeder Situation Ihr Heißgetränk genießen. Daher ist es wichtig die verschiedenen Deckelformen zu beachten, ehe Sie sich für einen Thermobecher entscheiden.

Die Form der Thermobecher

Damit Sie Ihren Becher im Alltag gut handhaben können, sollte dieser gut in der Hand liegen. Thermobecher, die in der Mitte besonders dick sind, sind für die meisten Menschen weniger handlich. Die Gefahr ist größer, dass er Ihnen aus der Hand gleiten kann. Die Modelle, die in der Mitte hingegen schmaler sind, kommen der natürlichen Griffhaltung entgegen und lassen sich einfacher kontrollieren. Noch besser wird der Griff, wenn der Thermobecher an der Griffstelle mit Silikon oder anderen griffigen Materialien ummantelt ist. So vermeiden Sie es den Thermobecher auch in hektischen Momenten fallen zu lassen und können sich länger an ihm erfreuen.

Der Trinkstrahl der Ausgussöffnung

Die Flüssigkeit sollte aus der Ausgussöffnung eines Thermobechers in einer konstanten Menge austreten können. Denn kommt zu viel aus dem Becher, können Sie sich in den schlimmsten Fällen verbrühen und die Konzentration verlieren. Da viele Menschen den Thermobecher to go meist während der Autofahrt nutzen, sollte also auch ohne hinzuschauen klar sein, welche Trinkmengen Sie zu erwarten haben. Das bietet die notwendige Sicherheit, wenn Sie Ihren Becher auch in solchen Momenten einsetzen möchten.

Bruchfestigkeit der Thermobecher

Das Material entscheidet über die Bruchfestigkeit von Thermobechern. Und diese ist wichtig. Nicht nur, dass Sie sich nach Möglichkeit keinen heißen Kaffee oder Tee über die Beine gießen möchten, auch ein zerbrochener Thermobecher in der Tasche kann zu Problemen führen. Absolut bruchfest sind nur die Modelle aus Edelstahl. Alle anderen Materialien können mit unterschiedlich hoher Wahrscheinlichkeit zerbrechen.

Keine Chance für Schadstoffe

Schadstoffe sind vor allem in Thermobechern aus Kunststoff ein Problem. Hier sind es vor allem Weichmacher, die bei der Produktion verwendet werden. Diese können sich durch die Hitze der Getränke aus dem Material lösen und so in den Kaffee oder in den Tee übergehen. Diese sind in der Regel geschmacklich nicht zu erkennen, stehen aber in dem Ruf krebserregend sein zu können. Daher sollten Sie bei Thermobechern aus Kunststoff in jedem Fall nur die beste Qualität ins Auge fassen. Vor allem unbekannte und kleine Hersteller können hier schnell problematisch werden.

Wie gut ist die Wärmedämmung

Die Wärmedämmung eines Thermobechers entscheidet maßgeblich darüber, wie gut und wie lange dieser eingesetzt werden kann. Dabei muss zwischen zwei unterschiedlichen Faktoren unterschieden werden. Zum einen die reine Wärmedämmung, also die Fähigkeit Flüssigkeiten im Innern warm zu halten. Hier schneiden die verschiedenen Modelle sehr unterschiedlich ab. Dies ist abhängig vom gewählten Material und auch von der Verarbeitung.

Der zweite Faktor betrifft die Temperaturunterschiede zwischen der Innenseite und dessen Außenseite. Schließlich möchten Sie sich an Ihrem Thermobecher nicht die Finger verbrennen, wenn Sie diesen in Händen halten. Daher müssen die Becher auch nach außen isoliert werden. Bei Bechern aus Edelstahl ist meist eine Schutzhülle aus Kunststoff um den Becher herum, sodass Sie diesen gefahrlos anfassen können. Bei Bechern aus Keramik ist dies nicht notwendig, da die Keramik die Wärme kaum weitertransportiert.


So einfach lässt sich der Thermobecher reinigen

Die Reinigung ist bei Thermobechern immer ein wichtiges Thema. Denn wenn Lebensmittel konsumiert werden sollen, muss die Hygiene in jedem Fall stimmen. Daher sollten sie nach Möglichkeit keine versteckten Kanten und Ecken haben, an denen sich beispielsweise Schimmel bilden kann. Die Thermobecher im Test sind hier vorbildlich und überzeugen auf ganzer Linie. Wer den Becher täglich nutzt, kann diesen aber auch mit warmem Wasser, Spülmittel und einer Flaschenbürste sehr einfach säubern. So ist der Kaffee Thermobecher jeden Arbeitstag wieder bereit für den Einsatz.


Personalisierte Thermobecher – was ist zu beachten?

Personalisierte Thermobecher sind sehr gefragt. So lassen sich bei verschiedenen Anbietern die eigenen Namen gravieren oder unterschiedliche Farben wählen. Auch Thermobecher mit Foto sind sehr beliebt und können dem Becher ein wenig mehr Individualität verleihen. Bei den Modellen mit Foto sollten Sie allerdings auch bedenken, dass die Fotos mit der Zeit ausbleichen und somit nicht dauerhaft ansehnlich bleiben. Daher ist ein Thermobecher mit Foto meist eine kurzweilige Freude. Eine Edelstahl-Variante mit eingraviertem Namen hingegen ist ebenfalls individuell und wird Sie deutlich länger erfreuen können.

Das Gewicht der Thermobecher

Thermobecher sind Begleiter für den Alltag. Und da spielt das Gewicht der Becher selbst ebenfalls eine große Rolle. Denn nicht nur die Getränke, sondern auch das Material tragen zum Gesamtgewicht bei. So kann es schnell passieren, dass der eigene Thermobecher mit entsprechendem Fassungsvermögen für einige zu schwer wird. Ein Kaffee-Becher aus Edelstahl mit großem Fassungsvermögen ist für den einen oder anderen bereits eine kleine Hantel. Und niemand möchte auf dem Weg zur Arbeit oder unterwegs regelmäßiges Hanteltraining betreiben. Daher sollten Sie die eigene Kraft abschätzen und auf das Eigengewicht schauen, ehe Sie sich für ein Modell entscheiden.


Vorteile & Nachteile

Thermobecher aus Kunststoff

Vorteile:Kunststoff ist sehr günstig
Geringes Eigengewicht
Einfach zu reinigen
Nachteile:Wärmedämmung eher schlecht
Selten robust und belastbar
Gefahr von Schadstoffen im Material

Edelstahl als Material für Thermobecher

Vorteile:Sehr robust Bieten gute Wärmedämmung
Sehr beständig Rostfrei
Einfach in der Reinigung
Für Lebensmittel bestens geeignet
Nachteile:Hohes Eigengewicht
Teuer in der Anschaffung

Keramik für Thermobecher

Vorteile:Gute Wärmespeicherung
Sehr einfach zu reinigen
Leiten keine Wärme
Frei von Schadstoffen
Optisch angenehm anzuschauen
Nachteile:Empfindlich und zerbrechlich
Ohne Vakuum nur bedingt gut in der Warmhaltung

Häufig gestellte Fragen

Sind Thermobecher spülmaschinenfest?

In der Regel sind die meisten Thermobecher spülmaschinenfest. Allerdings kann es sein, dass sich die Dichtung der Becher nicht in der Spülmaschine reinigen lässt, da die hohen Temperaturen das Material beschädigen können. Daher ist es wichtig nachzuschauen, ob der Hersteller besondere Angaben zur Reinigung gemacht hat.

Wie lange sollte ein Thermobecher warmhalten?

Meist benötigt man Thermobecher für den Weg zur Arbeit oder bei Ausflügen. Daher sollte ein Thermobecher mindestens 2-3 Stunden warmhalten. Die meisten Modelle im Test überzeugten in dieser Disziplin jedoch deutlich und konnten Getränke wie Kaffee oder Tee für sechs oder mehr Stunden warmhalten. Wer diese Becher also für den normalen Arbeitsalltag oder die Freizeit benötigt, sollte bei keinem der vorgestellten Produkte ein Problem bekommen.

Kann ich den Thermobecher auch für kalte Getränke nutzen?

Selbstverständlich lassen sich Thermobecher auch für Kaltgetränke nutzen. In der Regel halten die Becher die kalten Getränke auch bei warmen Außentemperaturen zuverlässig kalt. Wie gut das funktioniert, hängt zum einen vom Material, aber auch von der Verarbeitung der Becher ab. Für den Alltag ist die Leistung allerdings meist mehr als ausreichend. Zur Unterstützung können zusätzliche Eiswürfel die Wirkung noch verstärken.

Kann ich meinen Kaffee-Thermobecher auch für andere Getränke nutzen?

Selbst bei einer guten Reinigung kann es im Laufe der Dauer passieren, dass die Kaffee-Aromen nicht mehr aus dem Becher zu bekommen sind. Selbstverständlich kann der Becher dann auch für andere Getränke genutzt werden. Allerdings können diese leicht nach Kaffee schmecken. Viele nutzen daher einen Thermobecher ausschließlich für Kaffee und einen weiteren für andere Getränke ohne so starkes Aroma.

Wie kann ich die Lebensdauer meiner Thermobecher verlängern?

Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem Thermobecher haben, sollten Sie einige Punkte beachten. Zum einen sollten Getränke nicht über einen längeren Zeitraum im Becher verbleiben. Dieser sollte nach Gebrauch also möglichst bald gesäubert werden, damit er immer hygienisch rein bleibt. Vor allem Thermobecher aus Kunststoff sollten zudem nicht in der direkten Sonne stehen, da diese ausbleichen und das Material ermüden kann.

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